Was kostet eine komplette Elektroinstallation im Altbau pro Quadratmeter?

Was kostet eine komplette Elektroinstallation im Altbau pro Quadratmeter? Kosten und Preisbeispiele 2026

Was kostet eine komplette Elektroinstallation im Altbau pro Quadratmeter? Deutschlandweit werden für eine vollständige Elektrosanierung im Altbau häufig etwa 80 bis 150 Euro brutto pro Quadratmeter Wohnfläche genannt.

Für eine komplett neu verkabelte Altbauwohnung in Berlin-Charlottenburg ist als vorsichtiger Planungsrahmen meist eine Größenordnung von etwa 100 bis 180 Euro brutto pro Quadratmeter sinnvoll. Bei besonders schwierigen Leitungswegen, bewohnten Räumen, vielen Anschlüssen, einer hochwertigen Ausstattung oder zusätzlichen Arbeiten an Unterverteilung, Zähleranlage und Gebäudeverkabelung können 150 bis 220 Euro pro Quadratmeter oder mehr entstehen.

Komfort- und Smart-Home-Installationen mit umfangreicher Gebäudeautomation können 180 bis 300 Euro pro Quadratmeter und darüber kosten.

Diese Werte sind keine verbindlichen Tarife. Der tatsächliche Preis hängt wesentlich davon ab, was im Angebot unter einer „kompletten Elektroinstallation“ verstanden wird. Zählerschrank, Steigleitung, Hausanschluss sowie Putz- und Malerarbeiten sind nicht automatisch eingeschlossen.

Preisstand: August 2026

Alle Preisangaben in diesem Artikel verstehen sich für Privatkunden als ungefähre Bruttopreise einschließlich 19 Prozent Umsatzsteuer. Gewerbliche Angebote werden häufig netto ausgewiesen.

Was kostet eine komplette Elektroinstallation im Altbau pro Quadratmeter? Die belastbare Antwort

Die am häufigsten genannte Orientierung für eine vollständige Erneuerung der Elektrik im Altbau liegt bei etwa 80 bis 150 Euro pro Quadratmeter.

Diese Spanne eignet sich für eine erste deutschlandweite Kostenschätzung. Für einen Berliner Altbau sollte jedoch vorsichtiger kalkuliert werden. Massive Wände, hohe Räume, lange Leitungswege, unübersichtliche frühere Umbauten und eine möglicherweise ungeeignete Zähleranlage können den Aufwand erhöhen.

Für die Planung einer vollständigen Altbau-Elektroinstallation in Charlottenburg ist deshalb folgende Staffelung sinnvoll:

Projekt und Ausstattungsniveau Unverbindlicher Preisrahmen brutto
Einfache Vollerneuerung unter günstigen Bedingungen ca. 80–110 €/m²
Vollständige Elektroinstallation im zeitgemäßen Standard ca. 100–180 €/m²
Berliner Altbau mit erhöhtem Aufwand oder gehobener Ausstattung ca. 150–220 €/m²
Komfortausstattung, Bussystem, KNX oder umfangreiches Smart Home ca. 180–300 €/m² und mehr

Die Bereiche überschneiden sich bewusst. Der Quadratmeterpreis ist kein feststehender Einheitspreis wie bei einem serienmäßig hergestellten Produkt. Eine aufwendig geplante 70-Quadratmeter-Wohnung kann mehr kosten als eine einfach ausgestattete Wohnung mit 100 Quadratmetern.

Warum 100 bis 180 Euro pro Quadratmeter für Berlin ein sinnvoller Planungswert sind

Der Bereich von 100 bis 180 Euro pro Quadratmeter ist kein amtlicher Berliner Tarif. Er ist eine bewusst vorsichtige Budgetgröße für eine vollständige und zeitgemäße Installation unter Berliner Altbaubedingungen.

Dafür sprechen insbesondere:

  • hohe regionale Lohn- und Baukosten,
  • weiter gestiegene Preise für Instandhaltungs- und Ausbauarbeiten,
  • massive Altbauwände und schwierige Leitungswege,
  • häufig fehlende oder ungeeignete Schutzleiter,
  • ältere Wohnungszuleitungen und Zähleranlagen,
  • mehr Stromkreise als in früheren Installationen,
  • heutiger Bedarf an Steckdosen, Datenanschlüssen und leistungsstarken Geräten,
  • erhöhter Aufwand bei bewohnten Wohnungen.

Ein Angebot kann trotzdem unter 100 Euro pro Quadratmeter liegen. Dann sollte genau geprüft werden, ob tatsächlich alle Leitungen, Stromkreise, Schalter, Steckdosen, Schutzgeräte, Messungen und erforderlichen Nebenarbeiten enthalten sind.

Was kostet eine komplette Elektroinstallation im Altbau pro Quadratmeter Infografik

Was kostet eine komplette Elektroinstallation im Altbau pro Quadratmeter Infografik

Sind mehr als 200 Euro pro Quadratmeter überhöht?

Nicht automatisch.

Ein Preis von mehr als 200 Euro pro Quadratmeter kann nachvollziehbar sein, wenn beispielsweise:

  • historische Oberflächen erhalten werden müssen,
  • die Wohnung während der Sanierung bewohnt bleibt,
  • sehr viele Steckdosen und Lichtanschlüsse geplant sind,
  • hochwertige Designschalter verwendet werden,
  • eine umfangreiche Netzwerkverkabelung vorgesehen ist,
  • elektrische Rollläden oder Jalousien angeschlossen werden,
  • Smart-Home- oder KNX-Technik installiert wird,
  • mehrere Unterverteilungen notwendig sind,
  • besondere Brandschutzanforderungen bestehen,
  • lange oder schwer zugängliche Leitungswege vorhanden sind,
  • leistungsstarke Verbraucher integriert werden,
  • zusätzliche Arbeiten an der Zähleranlage erforderlich sind.

Entscheidend ist nicht, ob der Preis über oder unter einer bestimmten Zahl liegt. Entscheidend ist, welche nachprüfbare Leistung dafür ausgeführt wird.

Kosten einer kompletten Elektroinstallation nach Wohnfläche

Für eine erste Hochrechnung kann der Berliner Planungswert von 100 bis 180 Euro pro Quadratmeter verwendet werden.

Zusätzlich zeigt die folgende Tabelle einen Bereich für Altbauprojekte mit erhöhtem Aufwand. Die zentrale Zähleranlage, Steigleitungen, der Hausanschluss und vollständige Oberflächenarbeiten sind dabei nicht automatisch enthalten.

Wohnfläche Zeitgemäßer Standard, ca. 100–180 €/m² Erhöhter Aufwand, ca. 150–220 €/m²
40 m² ca. 4.000–7.200 € ca. 6.000–8.800 €
50 m² ca. 5.000–9.000 € ca. 7.500–11.000 €
60 m² ca. 6.000–10.800 € ca. 9.000–13.200 €
70 m² ca. 7.000–12.600 € ca. 10.500–15.400 €
80 m² ca. 8.000–14.400 € ca. 12.000–17.600 €
90 m² ca. 9.000–16.200 € ca. 13.500–19.800 €
100 m² ca. 10.000–18.000 € ca. 15.000–22.000 €
120 m² ca. 12.000–21.600 € ca. 18.000–26.400 €
150 m² ca. 15.000–27.000 € ca. 22.500–33.000 €

Einfache Berechnungsformel

Für eine erste Berliner Budgetplanung gilt:

Wohnfläche × 100 bis 180 €/m² = vorläufiges Budget für eine vollständige Elektroinstallation im zeitgemäßen Standard

Beispiel für 80 Quadratmeter:

80 m² × 100 bis 180 €/m² = etwa 8.000 bis 14.400 Euro brutto

Diese Rechnung ersetzt keine Bestandsaufnahme. Sie hilft aber dabei, unrealistisch niedrige oder ungewöhnlich hohe Erwartungen frühzeitig zu erkennen.

Warum kleine Wohnungen pro Quadratmeter teurer sein können

Ein Teil der Kosten entsteht unabhängig von der Wohnfläche.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Baustelleneinrichtung,
  • Bestandsaufnahme,
  • Ausführungsplanung,
  • neue Unterverteilung,
  • Schutzgeräte,
  • Messungen,
  • Beschriftung,
  • Prüfbericht,
  • An- und Abfahrten.

Diese festen Projektkosten verteilen sich bei einer 40-Quadratmeter-Wohnung auf deutlich weniger Fläche als bei einer Wohnung mit 120 Quadratmetern. Der Quadratmeterpreis einer kleinen Wohnung kann deshalb höher ausfallen.

Warum große Häuser nicht automatisch günstiger werden

Bei einem größeren Einfamilienhaus kann der Quadratmeterpreis zunächst sinken. Häufig kommen jedoch weitere Flächen und Anlagen hinzu:

  • Keller,
  • Dachboden,
  • Garage,
  • Terrasse,
  • Garten,
  • Nebengebäude,
  • Heizungsraum,
  • Hauswirtschaftsraum,
  • Außenbeleuchtung,
  • Torantrieb,
  • Wallbox,
  • Photovoltaik,
  • Wärmepumpe.

Die offizielle Wohnfläche bildet den tatsächlichen Elektroaufwand deshalb nicht immer vollständig ab.

Was bedeutet „komplette Elektroinstallation“ im Altbau?

„Komplette Elektroinstallation“ ist kein automatisch festgelegter Leistungsumfang. Der Begriff muss im Angebot konkret beschrieben werden.

Bei einer Wohnung bedeutet eine vollständige Elektroinstallation normalerweise, dass die Installation ab der Wohnungsunterverteilung bis zu den einzelnen Anschlüssen neu geplant, verlegt, angeschlossen und geprüft wird.

Typischer Leistungsumfang innerhalb einer Wohnung

Eine vollständige Erneuerung kann umfassen:

  • Bestandsaufnahme der vorhandenen Anlage,
  • Planung der Anschlüsse und Stromkreise,
  • Demontage nicht mehr benötigter Anlagenteile,
  • sichere Außerbetriebnahme alter Stromkreise,
  • Herstellung neuer Leitungswege,
  • Einbau neuer Geräte- und Abzweigdosen,
  • Verlegung neuer Stromleitungen,
  • Verlegung von Steuer- und Kommunikationsleitungen,
  • neue Wohnungsunterverteilung,
  • Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen,
  • Leitungsschutzschalter oder FI/LS-Schalter,
  • normgerechter Überspannungsschutz, soweit erforderlich,
  • neue Steckdosen,
  • neue Schalter und Taster,
  • neue Lichtauslässe,
  • Anschlüsse für Küche und Haushaltsgeräte,
  • eigene Stromkreise für geeignete Großverbraucher,
  • Potentialausgleich, soweit im Projekt erforderlich,
  • Beschriftung der Unterverteilung,
  • Besichtigung, Erprobung und Messung,
  • Prüfbericht und Stromkreisverzeichnis.

Weitere Einzelheiten zur Wohnungsinstallation finden Sie im Ratgeber Elektroinstallation einer Wohnung in Charlottenburg.

Was bei einem Einfamilienhaus zusätzlich betroffen sein kann

Bei einem vollständigen Hausprojekt können außerdem dazugehören:

  • Hauptverteilung,
  • Zähleranlage,
  • Hausanschlussbereich,
  • Erdungsanlage,
  • Hauptpotentialausgleich,
  • Unterverteilungen je Etage,
  • Kellerinstallation,
  • Dachbodeninstallation,
  • Außenbereiche,
  • Garage,
  • Heizungs- und Haustechnik,
  • Netzwerkzentrale,
  • Türkommunikation,
  • Sicherheits- und Außenbeleuchtung.

Die vollständige Sanierung eines Hauses wird deshalb besser auf Grundlage eines Grundrisses und einer raumweisen Leistungsbeschreibung kalkuliert.

Passende Informationen finden Sie unter Elektrik im Haus sanieren.

Was ist im Quadratmeterpreis häufig nicht enthalten?

Gerade bei günstigen Angeboten ist entscheidend, welche Leistungen ausgeschlossen wurden.

Leistung Automatisch enthalten? Was zu klären ist
Neue Leitungen innerhalb der Wohnung Bei einer Vollerneuerung üblicherweise ja Umfang und Leitungswege festlegen
Neue Unterverteilung Häufig, aber nicht immer Größe, Schutzgeräte und Reserveplätze beschreiben
Steckdosen und Schalter Üblicherweise ja Anzahl, Hersteller und Schalterprogramm festlegen
Prüfung und Messprotokoll Sollte enthalten sein Ausdrücklich in das Angebot aufnehmen
Zentraler Zählerschrank Meist nein Gesonderte Prüfung und Kalkulation
Steigleitung im Mehrfamilienhaus Meist nein Eigentums- und Zuständigkeitsbereich klären
Hausanschlussänderung Nein Abstimmung mit dem Netzbetreiber erforderlich
Schlitze schließen Unterschiedlich Technisches oder oberflächenfertiges Schließen unterscheiden
Vollständige Putzarbeiten Häufig nein Putzqualität und ausführendes Gewerk festlegen
Tapezieren und Streichen Üblicherweise nein Malerarbeiten gesondert beauftragen
Wiederherstellung von Fliesen Üblicherweise nein Fliesenreserve und Fliesenleger einplanen
Leuchten Meist nein Nur Lichtauslass oder vollständige Leuchtenmontage?
Netzwerkverkabelung Nur bei ausdrücklicher Vereinbarung Dosen, Leitungen, Patchpanel und Messung beschreiben
Smart Home oder KNX Nein Planung, Komponenten und Programmierung separat kalkulieren
Wallbox oder Photovoltaik Nein Anschlussleistung und Zähleranlage gesondert prüfen
Schadstoffsanierung Nein Bei Verdacht fachkundige Untersuchung erforderlich

Technisch geschlossen ist nicht automatisch malerfertig

Bei Angeboten kommt es häufig zu Missverständnissen über das Schließen von Schlitzen.

Folgende Leistungsstufen sind zu unterscheiden:

  1. Leitungen und Dosen werden fachgerecht befestigt.
  2. Schlitze werden technisch geschlossen.
  3. Die Wand wird putzfertig hergestellt.
  4. Die Oberfläche wird tapezier- oder streichfertig hergestellt.
  5. Die Wand wird vollständig gestrichen oder tapeziert.

Ein Elektroangebot umfasst nicht automatisch alle fünf Stufen.

Die wichtigsten Preisfaktoren einer Altbau-Elektroinstallation

1. Zustand der vorhandenen Leitungen

Vor Beginn der Sanierung muss festgestellt werden:

  • Welche Leitungsarten sind vorhanden?
  • Ist ein separater Schutzleiter vorhanden?
  • Gibt es alte Zwei-Leiter-Installationen?
  • Sind Leitungen beschädigt oder spröde?
  • Sind Abzweigdosen zugänglich?
  • Wurden frühere Änderungen dokumentiert?
  • Können einzelne Leitungen sicher weiterverwendet werden?
  • Lassen sich die Stromkreise eindeutig zuordnen?

Das Baujahr allein entscheidet nicht darüber, ob eine vollständige Erneuerung notwendig ist. Eine vermeintlich modern aussehende Installation kann verdeckte Altleitungen enthalten. Umgekehrt muss nicht jedes ältere Kabel allein wegen seines Alters entfernt werden.

Eine fachgerechte Elektrosanierung in Charlottenburg beginnt deshalb mit einer Bestandsaufnahme und nicht mit dem bloßen Austausch sichtbarer Abdeckungen.

2. Anzahl der Installationspunkte

Die Quadratmeterzahl sagt nicht, wie viele Steckdosen, Schalter und Anschlüsse eingebaut werden sollen.

Als Installationspunkte gelten beispielsweise:

  • einzelne Steckdosen,
  • Mehrfachsteckdosen,
  • Lichtschalter,
  • Taster,
  • Dimmer,
  • Lichtauslässe,
  • Herdanschlüsse,
  • Geräteanschlüsse,
  • Raumthermostate,
  • Rollladenanschlüsse,
  • Netzwerkdosen,
  • Antennenanschlüsse,
  • Bewegungsmelder,
  • Klingel- und Türkommunikationsanschlüsse.

Eine komfortabel geplante 60-Quadratmeter-Wohnung kann mehr Installationspunkte benötigen als eine einfach ausgestattete Wohnung mit 100 Quadratmetern.

3. Anzahl der Stromkreise

Moderne Haushalte benötigen eine sinnvolle Aufteilung auf mehrere Stromkreise.

Eigene oder getrennt geplante Stromkreise können insbesondere vorgesehen werden für:

  • Kochfeld,
  • Backofen,
  • Geschirrspüler,
  • Waschmaschine,
  • Wäschetrockner,
  • Kühl- und Gefriergeräte,
  • Küchenarbeitssteckdosen,
  • Badezimmer,
  • Durchlauferhitzer,
  • Heizungsanlage,
  • Klimaanlage,
  • Außenbereiche,
  • Werkstatt,
  • Server- oder Netzwerktechnik,
  • Wallbox,
  • Wärmepumpe.

Je mehr Stromkreise eingerichtet werden, desto mehr Leitungen, Schutzgeräte und Teilungseinheiten werden in der Unterverteilung benötigt.

Ausführliche Informationen bietet der Beitrag Neuen Stromkreis in Charlottenburg installieren.

4. Sicherungskasten und Schutztechnik

Eine vollständige Neuinstallation umfasst häufig eine neue Wohnungsunterverteilung. Dabei reicht es nicht aus, lediglich alte Sicherungseinsätze durch neue Automaten zu ersetzen.

Zu berücksichtigen sind:

  • Zahl und Belastung der Stromkreise,
  • Fehlerstromschutz,
  • Leitungsschutz,
  • mögliche FI/LS-Schalter,
  • Überspannungsschutz,
  • Aufteilung der Stromkreise,
  • Reserveplätze,
  • Beschriftung,
  • Zugänglichkeit,
  • spätere Erweiterbarkeit.

Bei einer neu errichteten Wohnungsinstallation müssen die jeweils geltenden Anforderungen an den Fehlerstromschutz berücksichtigt werden. Allgemein zugängliche Steckdosenstromkreise bis einschließlich 32 Ampere und Beleuchtungsstromkreise innerhalb von Wohnungen sind nach den aktuellen Regeln grundsätzlich mit geeigneten Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen bis 30 Milliampere zu schützen.

Wie die Schutzgeräte aufgeteilt werden, muss für das konkrete Objekt geplant werden. Nicht jede Anlage lässt sich durch den einfachen Einbau eines einzelnen FI-Schalters fachgerecht modernisieren.

Weitere Informationen:

  • Sicherungskasten erneuern in Charlottenburg
  • FI-Schalter nachrüsten in Charlottenburg

5. Zählerschrank und Wohnungszuleitung

Die Wohnungsunterverteilung und der zentrale Zählerschrank sind zwei unterschiedliche Anlagenteile.

Zusätzliche Kosten können entstehen, wenn:

  • der Zählerschrank nicht mehr geeignet ist,
  • keine ausreichenden Reserveplätze vorhanden sind,
  • die Wohnungszuleitung zu klein dimensioniert ist,
  • ein Wechselstromanschluss geändert werden soll,
  • zusätzliche Zählerplätze benötigt werden,
  • neue Großverbraucher angeschlossen werden,
  • eine steuerbare Verbrauchseinrichtung geplant ist,
  • Anforderungen des Netzbetreibers berücksichtigt werden müssen.

Ein alter Zählerschrank muss nicht allein wegen seines Alters vollständig ersetzt werden. Bei Änderungen, Erweiterungen, Sicherheitsmängeln oder einer erheblichen Leistungserhöhung kann eine Anpassung jedoch erforderlich werden.

Mehr dazu erfahren Sie unter Zählerschrank erneuern in Charlottenburg.

6. Steigleitungen im Mehrfamilienhaus

In einem Mehrfamilienhaus versorgen Steigleitungen die einzelnen Wohnungen oder Etagen.

Muss eine Steigleitung erneuert werden, betrifft dies regelmäßig nicht nur eine einzelne Wohnung. Zu klären sind:

  • Leitungsquerschnitt,
  • Leitungsweg,
  • Brandschutz,
  • Wand- und Deckendurchführungen,
  • Abschaltungen,
  • Zugang zu mehreren Wohnungen,
  • Verantwortlichkeit der Eigentümergemeinschaft,
  • Anpassung der Zähleranlage,
  • Erweiterbarkeit für zukünftige Verbraucher.

Der Quadratmeterpreis einer einzelnen Wohnung enthält diese Arbeiten normalerweise nicht.

Für größere Wohngebäude finden Sie weitere Informationen unter Zähleranlage im Mehrfamilienhaus erneuern.

7. Wand- und Deckenaufbau

Besonders aufwendig sind Leitungswege durch:

  • massive Ziegelwände,
  • Stahlbeton,
  • sehr harte Putze,
  • Stuck,
  • historische Wandverkleidungen,
  • geflieste Bereiche,
  • Holzdecken,
  • abgehängte Decken mit unbekanntem Aufbau,
  • Brandabschnitte,
  • schwer zugängliche Schächte.

In Kellern, Werkstätten oder einzelnen Gewerberäumen kann eine fachgerecht geplante Aufputzinstallation wirtschaftlicher sein als eine Unterputzinstallation.

In repräsentativen Wohnräumen wird dagegen meist eine möglichst unsichtbare Leitungsführung gewünscht.

8. Leer stehende oder bewohnte Wohnung

Eine leer stehende Wohnung lässt sich in der Regel schneller und günstiger sanieren.

Bei einer bewohnten Wohnung können zusätzlich erforderlich sein:

  • Schutz vorhandener Möbel,
  • Staubschutzmaßnahmen,
  • abschnittsweise Abschaltungen,
  • provisorische Stromversorgung,
  • mehrfaches Räumen der Arbeitsbereiche,
  • zusätzliche Zwischenmontagen,
  • eingeschränkte Arbeitszeiten,
  • mehrfache An- und Abfahrten.

Eine vollständige Elektrosanierung sollte daher möglichst vor dem Einzug, vor der Küchenmontage und vor der endgültigen Oberflächengestaltung erfolgen.

9. Küche und leistungsstarke Verbraucher

Die Küche ist einer der wichtigsten Kostenfaktoren.

Frühzeitig geklärt werden sollten:

  • Position des Kochfeldes,
  • Position des Backofens,
  • Geschirrspüler,
  • Kühlschrank,
  • Gefrierschrank,
  • Dampfgarer,
  • Mikrowelle,
  • Kaffeemaschine,
  • Dunstabzug,
  • Arbeitssteckdosen,
  • Beleuchtung,
  • mögliche Kücheninsel.

Fehlt bei der Elektroplanung der endgültige Küchenplan, entstehen später häufig Änderungen oder zusätzliche Leitungsarbeiten.

10. Netzwerk, Homeoffice und Smart Home

Eine strukturierte Datenverkabelung ist bei einer ohnehin geöffneten Wand meist einfacher zu realisieren als nach Abschluss der Sanierung.

Sinnvolle Netzwerkanschlüsse befinden sich beispielsweise:

  • im Homeoffice,
  • hinter dem Fernseher,
  • in Kinder- und Jugendzimmern,
  • an möglichen Access-Point-Standorten,
  • im Technik- oder Abstellraum,
  • an Kamerastandorten,
  • in Büro- und Besprechungsräumen.

Weitere Informationen finden Sie unter Netzwerktechnik in Berlin-Charlottenburg.

Smart-Home-Technik kann unter anderem umfassen:

  • Lichtsteuerung,
  • Heizungssteuerung,
  • elektrische Rollläden,
  • Beschattung,
  • Anwesenheitssimulation,
  • Energiemanagement,
  • Türkommunikation,
  • Sicherheitsfunktionen,
  • zentrale Szenen und Zeitprogramme.

Der dafür notwendige Planungs-, Komponenten- und Programmieraufwand ist im gewöhnlichen Quadratmeterpreis einer Standardinstallation nicht enthalten.

Wohnung, Einfamilienhaus, Mehrfamilienhaus und Gewerbe richtig unterscheiden

Altbauwohnung

Bei einer Eigentums- oder Mietwohnung konzentriert sich das Projekt meist auf:

  • Wohnungsunterverteilung,
  • Stromkreise innerhalb der Wohnung,
  • Leitungen,
  • Schalter,
  • Steckdosen,
  • Lichtanschlüsse,
  • Küche,
  • Badezimmer,
  • Netzwerkanschlüsse,
  • Prüfung und Dokumentation.

Zähleranlage, Steigleitung und Hausanschluss gehören regelmäßig zum Gemeinschafts- oder Gebäudebereich und müssen gesondert betrachtet werden.

Einfamilienhaus

Bei einem Einfamilienhaus kommen häufig hinzu:

  • mehrere Etagen,
  • Keller,
  • Dachboden,
  • Garage,
  • Außenbereiche,
  • Heizung,
  • Hausanschlussraum,
  • zentrale Netzwerkverteilung,
  • Gartenbeleuchtung,
  • Photovoltaikvorbereitung,
  • Wallbox,
  • Wärmepumpe.

Wer zukünftig ein Elektrofahrzeug laden möchte, sollte bereits während der Sanierung Leitungswege, Zählerschrank und Anschlussleistung berücksichtigen. Weitere Hinweise finden Sie unter Wallbox installieren in Charlottenburg.

Mehrfamilienhaus

Bei einem Mehrfamilienhaus müssen mehrere Ebenen getrennt kalkuliert werden:

  1. Hausanschluss,
  2. zentrale Zähleranlage,
  3. Hauptleitungsverteilung,
  4. Steigleitungen,
  5. Wohnungszuleitungen,
  6. Wohnungsunterverteilungen,
  7. Installationen innerhalb der Wohnungen,
  8. Treppenhaus und Gemeinschaftsbereiche,
  9. Keller und Außenanlagen.

Ein Quadratmeterpreis für die Wohnungen allein reicht daher nicht aus, um die Kosten einer vollständigen Gebäudesanierung zu ermitteln.

Büro, Praxis, Laden und Gewerbe

Bei Gewerberäumen bestimmen andere Faktoren den Aufwand:

  • Zahl der Arbeitsplätze,
  • Beleuchtungsplanung,
  • Datenanschlüsse,
  • Maschinen und Geräte,
  • Dauerlasten,
  • Server- und Technikräume,
  • Sicherheitsbeleuchtung,
  • Öffnungs- und Betriebszeiten,
  • Anforderungen aus dem Brandschutz,
  • Prüf- und Dokumentationspflichten,
  • mögliche spätere Nutzungsänderungen.

Für Gewerbeprojekte ist eine Kalkulation nach Arbeitsplätzen, Verbrauchern, Installationspunkten und Stromkreisen meist aussagekräftiger als ein reiner Quadratmeterpreis.

Weitere Informationen finden Sie unter Elektriker für Gewerbe in Charlottenburg.

Welche Ausstattung ist im Altbau sinnvoll?

Eine Elektroinstallation sollte nicht nur den heutigen Mindestbedarf abdecken. Sie sollte auch in einigen Jahren noch ausreichend nutzbar sein.

Die Richtlinie RAL-RG 678 unterscheidet vereinfacht zwischen:

  • Mindestausstattung,
  • Standardausstattung,
  • Komfortausstattung,
  • zusätzlichen Plus-Ausstattungen mit Gebäudesystemtechnik.

Für eine umfassend sanierte Wohnung ist eine praxistaugliche Standardausstattung häufig wirtschaftlicher als eine knapp geplante Mindestlösung.

Warum eine zu knappe Ausstattung langfristig teuer wird

Fehlen später Steckdosen oder Leitungswege, müssen möglicherweise erneut:

  • Wände geöffnet,
  • Leitungen verlegt,
  • Schlitze geschlossen,
  • Flächen verputzt,
  • Tapeten ersetzt,
  • Räume gestrichen werden.

Einige sinnvoll geplante Reserven kosten während der Sanierung meist weniger als eine spätere Nachinstallation.

Sinnvolle Zukunftsreserven

Je nach Objekt können vorgesehen werden:

  • freie Plätze in der Unterverteilung,
  • Leerrohre,
  • vorbereitete Leitungswege,
  • Netzwerkleitungen,
  • Reserve für Außenbereiche,
  • Vorbereitung für Wallbox,
  • Vorbereitung für Photovoltaik,
  • Vorbereitung für Wärmepumpe,
  • elektrische Rollladenanschlüsse,
  • zusätzliche Stromkreise in Küche und Hauswirtschaftsraum.

Eine Photovoltaikanlage oder Wärmepumpe muss nicht sofort installiert werden. Die Elektroanlage kann aber so geplant werden, dass spätere Erweiterungen nicht an einem zu kleinen Zählerschrank oder fehlenden Leitungswegen scheitern.

Welche Schutztechnik gehört zu einer zeitgemäßen Elektroinstallation?

Fehlerstromschutz

Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen werden auch als FI-Schalter oder RCD bezeichnet. Sie dienen dem Schutz gegen gefährliche Fehlerströme.

Bei neuen Wohnungsinstallationen sind die einschlägigen Anforderungen der DIN VDE 0100-410 zu berücksichtigen. Dazu gehört insbesondere der zusätzliche Fehlerstromschutz bis 30 Milliampere für die entsprechenden Steckdosen- und Beleuchtungsstromkreise.

Eine vollständige Planung kann erfolgen mit:

  • mehreren FI-Schaltern und zugeordneten Leitungsschutzschaltern,
  • FI/LS-Schaltern für einzelne Stromkreise,
  • einer auf Verfügbarkeit abgestimmten Kombination.

Es sollte vermieden werden, dass ein einzelner Fehler unnötig die gesamte Wohnung abschaltet.

Leitungsschutz

Leitungsschutzschalter schützen Leitungen vor Überlastung und Kurzschluss. Ihre Auswahl muss zu folgenden Faktoren passen:

  • Leitungsquerschnitt,
  • Verlegeart,
  • Leitungslänge,
  • angeschlossener Verbraucher,
  • Umgebungsbedingungen,
  • vorgeschaltete Schutzorgane.

Eine größere Sicherung darf nicht eingebaut werden, nur weil eine bestehende Sicherung häufig auslöst. Zunächst muss die Ursache festgestellt werden.

Überspannungsschutz

Moderne Haushalte enthalten zahlreiche empfindliche elektronische Geräte. Je nach Anlage und Schutzkonzept ist deshalb ein abgestimmter Überspannungsschutz zu berücksichtigen.

Dabei kann zwischen Schutzmaßnahmen im Gebäude und zusätzlichem Geräteschutz unterschieden werden. Eine Steckdosenleiste mit Überspannungsschutz ersetzt kein fachgerecht geplantes Schutzkonzept für das Gebäude.

Erdung und Potentialausgleich

Bei einem vollständigen Hausprojekt müssen auch Erdungsanlage und Hauptpotentialausgleich beurteilt werden.

In einer einzelnen Wohnung ist zu klären, ob die zentrale Gebäudestruktur geeignet ist und welche wohnungsbezogenen Maßnahmen erforderlich sind.

Muss die Elektrik in jedem Altbau komplett erneuert werden?

Nein. Allein das Alter eines Gebäudes führt nicht automatisch dazu, dass die gesamte Elektroanlage erneuert werden muss.

Entscheidend sind:

  • ursprüngliche Ausführung,
  • aktueller Zustand,
  • vorhandene Sicherheitsmängel,
  • bisherige Veränderungen,
  • heutige Nutzung,
  • geplante Erweiterungen,
  • ausreichende Belastbarkeit,
  • Möglichkeit einer fachgerechten Prüfung.

Eine Anpassung kann insbesondere erforderlich oder dringend sinnvoll sein, wenn:

  • Leitungen beschädigt sind,
  • Isolierungen spröde werden,
  • Schutzleiter fehlen,
  • klassische Nullung vorhanden ist,
  • Steckdosen oder Schalter warm werden,
  • Schmorgeruch auftritt,
  • Sicherungen wiederholt auslösen,
  • nur sehr wenige Stromkreise vorhanden sind,
  • Stromkreise nicht zugeordnet werden können,
  • leistungsstarke Geräte angeschlossen werden sollen,
  • Küche oder Bad vollständig umgebaut werden,
  • die Nutzung des Gebäudes verändert wird,
  • Erweiterungen nicht sicher möglich sind.

Ob eine Teilmodernisierung ausreicht oder eine Komplettsanierung erforderlich ist, muss eine Elektrofachkraft anhand der tatsächlichen Anlage beurteilen.

Gibt es einen „Bestandsschutz“?

Der Begriff Bestandsschutz wird bei Elektroanlagen häufig vereinfachend verwendet.

Eine ältere Anlage muss nicht allein deshalb vollständig an jede später veröffentlichte technische Regel angepasst werden. Voraussetzung für einen unveränderten Weiterbetrieb ist jedoch, dass die Anlage sicher, ordnungsgemäß und für die tatsächliche Nutzung geeignet ist.

Sicherheitsmängel, veränderte Nutzungsbedingungen oder wesentliche Erweiterungen können Anpassungen erforderlich machen. Der Hinweis auf einen angeblichen Bestandsschutz rechtfertigt keinen gefährlichen Anlagenzustand.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: So erhalten Sie einen belastbaren Preis

Diese Anleitung beschreibt die Vorbereitung und Beauftragung einer Elektrosanierung. Sie ist keine Anleitung für Arbeiten an elektrischen Anlagen.

Schritt 1: Sanierungsbereich festlegen

Klären Sie zuerst, was erneuert werden soll:

  • einzelne Räume,
  • gesamte Wohnung,
  • vollständiges Haus,
  • mehrere Wohnungen,
  • Gemeinschaftsbereiche,
  • Gewerbeeinheit,
  • Zähleranlage,
  • Steigleitungen.

Ohne klare Projektgrenze kann kein belastbarer Komplettpreis erstellt werden.

Schritt 2: Grundriss bereitstellen

Ein gut lesbarer Grundriss hilft bei der Ermittlung von:

  • Raumgrößen,
  • Leitungswegen,
  • Anschlusspunkten,
  • Türen und Möbelpositionen,
  • Küchenplanung,
  • möglichen Unterverteilungen.

Ist kein Grundriss vorhanden, kann eine einfache maßstäbliche Skizze für die erste Besprechung ausreichen.

Schritt 3: Nutzung jedes Raumes festlegen

Klären Sie raumweise:

  • Wo stehen Möbel?
  • Wo wird gearbeitet?
  • Wo werden Fernseher und Router aufgestellt?
  • Welche Geräte werden angeschlossen?
  • Werden Rollläden elektrisch betrieben?
  • Sind Netzwerkanschlüsse erforderlich?
  • Welche Beleuchtung ist geplant?
  • Soll später umgebaut werden können?

Schritt 4: Küche vor der Elektroplanung planen

Die Küchenplanung sollte möglichst vor dem endgültigen Elektroangebot vorliegen.

Benötigt werden insbesondere:

  • Geräteplan,
  • Position des Kochfeldes,
  • Position des Backofens,
  • Einbaugeräte,
  • Kücheninsel,
  • Arbeitssteckdosen,
  • Beleuchtung.

Schritt 5: Fotos der vorhandenen Anlage senden

Für eine erste Einschätzung helfen:

  • Foto des geschlossenen Sicherungskastens,
  • Foto des geschlossenen Zählerbereichs,
  • Fotos vorhandener Steckdosen und Schalter,
  • Foto des Herdanschlussbereichs,
  • Bilder möglicher Leitungswege,
  • Bilder auffälliger oder beschädigter Stellen.

Plombierte, verschraubte oder möglicherweise spannungsführende Abdeckungen dürfen für Fotos nicht eigenmächtig geöffnet werden.

Schritt 6: Fachliche Bestandsaufnahme durchführen lassen

Vor Ort können unter anderem geprüft werden:

  • Netzsystem,
  • Schutzleiterführung,
  • Leitungsarten,
  • Unterverteilung,
  • Wohnungszuleitung,
  • Zähleranlage,
  • Erdung und Potentialausgleich,
  • Wand- und Deckenaufbau,
  • Erweiterbarkeit,
  • mögliche Leitungswege.
Was kostet eine komplette Elektroinstallation im Altbau pro Quadratmeter?

Was kostet eine komplette Elektroinstallation im Altbau pro Quadratmeter?

Schritt 7: Installationspunkte raumweise erfassen

Erstellen Sie für jeden Raum eine Liste mit:

  • Steckdosen,
  • Schaltern,
  • Lichtauslässen,
  • Geräteanschlüssen,
  • Netzwerkdosen,
  • Steuerungen,
  • besonderen Verbrauchern.

Je genauer diese Liste ist, desto besser lassen sich Angebote vergleichen.

Schritt 8: Stromkreisaufteilung festlegen lassen

Der Fachbetrieb plant:

  • allgemeine Steckdosenstromkreise,
  • Beleuchtungsstromkreise,
  • Küchenstromkreise,
  • Gerätestromkreise,
  • Bad und Außenbereiche,
  • leistungsstarke Verbraucher,
  • Reserve und Erweiterungsmöglichkeiten.

Schritt 9: Zählerschrank und Gebäudeverkabelung prüfen

Vor dem Festpreis muss geklärt werden, ob zusätzlich betroffen sind:

  • Wohnungszuleitung,
  • Zähleranlage,
  • Steigleitung,
  • Hauptverteilung,
  • Hausanschluss,
  • Erdungsanlage.

Diese Bereiche können den Gesamtpreis wesentlich verändern.

Schritt 10: Vergleichbare Angebote einholen

Vergleichen Sie nicht nur die Endsumme.

Prüfen Sie, ob jedes Angebot dieselben Mengen und Leistungen enthält:

  • Installationspunkte,
  • Stromkreise,
  • Verteilergröße,
  • Schutzgeräte,
  • Schalterprogramm,
  • Leitungswege,
  • Demontage,
  • Oberflächenarbeiten,
  • Prüfung,
  • Dokumentation.

Schritt 11: Bauablauf koordinieren

Eine sinnvolle Reihenfolge ist häufig:

  1. Bestandsaufnahme,
  2. Elektroplanung,
  3. Demontage,
  4. Leitungswege und Rohinstallation,
  5. Zwischenkontrolle,
  6. Schließen der Schlitze,
  7. Putz- und Malerarbeiten,
  8. Endmontage,
  9. Prüfung,
  10. Dokumentation und Übergabe.

Schritt 12: Eigene Budgetreserve einplanen

Bei einem Altbau können erst nach dem Öffnen einzelner Bereiche verdeckte Probleme erkennbar werden.

Für die private Finanzplanung kann eine eigene Reserve von etwa 10 bis 15 Prozent sinnvoll sein. Diese Reserve ist kein pauschaler Aufschlag des Elektrikers, sondern ein persönlicher Puffer für noch unbekannte Befunde oder nachträgliche Wünsche.

Praxisbeispiel: Komplette Elektroinstallation einer 80-m²-Altbauwohnung

Ausgangssituation

Eine leer stehende Altbauwohnung in Berlin-Charlottenburg soll vollständig neu verkabelt werden.

Angenommen werden:

  • 80 m² Wohnfläche,
  • drei Wohn- und Schlafräume,
  • Küche,
  • Badezimmer,
  • Flur,
  • zeitgemäße Standardausstattung,
  • neue Leitungen innerhalb der Wohnung,
  • neue Wohnungsunterverteilung,
  • ausreichende Zahl an Stromkreisen,
  • neue Schalter und Steckdosen,
  • Fehlerstrom- und Leitungsschutz,
  • Prüfung und Dokumentation,
  • vorhandene Zähleranlage weiterhin nutzbar,
  • keine Erneuerung der Steigleitung,
  • kein umfangreiches Smart Home,
  • keine vollständigen Putz- und Malerarbeiten im Elektroauftrag.

Erste Quadratmeterberechnung

80 m² × 100 bis 180 €/m² = 8.000 bis 14.400 Euro brutto

Unter den genannten Voraussetzungen ist damit ein vorläufiges Budget von ungefähr 8.000 bis 14.500 Euro brutto plausibel.

Vorsichtiger Planungsrahmen mit eigener Reserve

Bei einer angenommenen privaten Reserve von 10 Prozent ergibt sich:

  • untere Kalkulation: etwa 8.800 Euro,
  • obere Kalkulation: etwa 15.840 Euro.

Die Reserve sollte nicht automatisch in das Angebot eingerechnet werden. Sie dient dem Eigentümer als Sicherheit für unerwartete Altbaubefunde oder spätere Änderungswünsche.

Was den Beispielpreis erhöhen würde

Zusatzkosten könnten entstehen durch:

  • notwendige Erneuerung der Wohnungszuleitung,
  • Umbau des zentralen Zählerschranks,
  • Erneuerung der Steigleitung,
  • bewohnte Wohnung,
  • besonders harte Wände,
  • historische Oberflächen,
  • umfangreiche Netzwerkverkabelung,
  • elektrische Rollläden,
  • hochwertige Schalterprogramme,
  • Smart-Home-Technik,
  • Änderung des Küchenplans,
  • zusätzliche Großverbraucher,
  • vollständige Wiederherstellung aller Wandoberflächen.

Was den Beispielpreis reduzieren könnte

Ein niedrigerer Preis kann möglich sein, wenn:

  • Leitungswege besonders gut zugänglich sind,
  • abgehängte Decken genutzt werden können,
  • die Wohnung vollständig leer ist,
  • nur eine einfache Ausstattung benötigt wird,
  • keine Gebäudeteile außerhalb der Wohnung betroffen sind,
  • alle Entscheidungen vor Arbeitsbeginn feststehen,
  • abgestimmte vorbereitende Bauleistungen übernommen werden.

Praxisbeispiel: Altbauhaus mit 120 Quadratmetern

Bei einem Altbauhaus mit 120 Quadratmetern ergibt die reine Berechnung für eine zeitgemäße Elektroinstallation:

120 m² × 100 bis 180 €/m² = 12.000 bis 21.600 Euro brutto

Dieser Wert kann ausreichend sein, wenn sich das Projekt auf die Wohnräume konzentriert und Zähleranlage sowie Hausanschluss weiterhin geeignet sind.

Werden zusätzlich Keller, Garage, Garten, Außenbeleuchtung, Wallboxvorbereitung, Netzwerkzentrale und eine neue Zähleranlage einbezogen, muss mit einem höheren Gesamtbudget gerechnet werden.

Die Wohnfläche darf daher nicht mit der tatsächlich elektrisch auszustattenden Gebäudefläche verwechselt werden.

Experteneinschätzung: Der Quadratmeterpreis ist nur der Anfang

Der Quadratmeterpreis ist für die erste Budgetplanung hilfreich. Für die Beauftragung ist er allein nicht ausreichend.

Ein fachlich belastbarer Preis entsteht aus:

  • Zahl der Installationspunkte,
  • Zahl der Stromkreise,
  • Leitungslängen,
  • Leitungswegen,
  • Wandbeschaffenheit,
  • Verteiler- und Schutzkonzept,
  • Zähleranlage,
  • Großverbrauchern,
  • Arbeitsbedingungen,
  • Prüf- und Dokumentationsumfang.

Die entscheidende Frage lautet daher nicht nur:

„Was kostet die Elektroinstallation pro Quadratmeter?“

Wichtiger ist:

„Welche vollständig geplante, sicher geprüfte und für meine Nutzung geeignete Elektroanlage erhalte ich für den angebotenen Preis?“

Ein günstiger Quadratmeterpreis ist kein Vorteil, wenn später:

  • Steckdosen fehlen,
  • Stromkreise nachgerüstet werden müssen,
  • der Zählerschrank nicht berücksichtigt wurde,
  • Schutzgeräte fehlen,
  • die Küche erneut geplant werden muss,
  • Wände ein zweites Mal geöffnet werden,
  • kein Prüfbericht übergeben wird.

Eine gute Elektroinstallation ist nicht die Anlage mit der größten Zahl an technischen Funktionen. Sie ist die Anlage, deren Sicherheit, Ausstattung, Erweiterbarkeit und Preis zum tatsächlichen Gebäude und zur geplanten Nutzung passen.

Wie sollte ein vollständiges Elektroangebot aufgebaut sein?

Ein seriöses Angebot sollte mehr enthalten als die Formulierung „Elektroinstallation komplett“.

Angebotsbestandteil Was konkret beschrieben werden sollte
Projektgrenze Wohnung, Haus, Etagen, Keller, Außenbereiche
Planungsgrundlage Grundriss, Ausstattungsstandard, Nutzungswünsche
Installationspunkte Anzahl und Art von Steckdosen, Schaltern und Anschlüssen
Stromkreise Anzahl, Zuordnung und besondere Verbraucher
Leitungswege Unterputz, Aufputz, Kanal, Decke oder Schacht
Unterverteilung Größe, Schutzgeräte, Reserveplätze und Beschriftung
Schalterprogramm Hersteller, Serie oder Qualitätsniveau
Demontage Welche alten Teile entfernt oder stillgelegt werden
Wandarbeiten Schlitze, Bohrungen und vereinbarte Wiederherstellung
Zähleranlage Enthalten, ausgeschlossen oder zunächst zu prüfen
Steigleitungen Enthalten oder gesondertes Gebäudeteil
Prüfung Besichtigen, Erproben, Messen und Prüfbericht
Dokumentation Stromkreisverzeichnis, Messwerte und vorhandene Pläne
Preisangabe Netto oder brutto, Material und Nebenkosten
Nachträge Verfahren bei verdeckten Mängeln und Änderungswünschen
Terminplanung Ausführungszeitraum und notwendige Vorleistungen

Warum Festpreise nur bei festem Leistungsumfang funktionieren

Ein Festpreis ist nur belastbar, wenn der geschuldete Leistungsumfang eindeutig feststeht.

Nicht vollständig geklärte Punkte führen häufig zu Nachträgen:

  • unbekannte Zuleitung,
  • ungeprüfter Zählerschrank,
  • noch nicht geplante Küche,
  • unklare Installationspunktzahl,
  • unbekannte Wandbeschaffenheit,
  • nachträgliche Smart-Home-Wünsche,
  • zusätzliche Steckdosen nach Beginn der Arbeiten.

Ein detailliertes Angebot schützt beide Seiten besser als ein möglichst niedriger, aber unklarer Pauschalpreis.

Wie lassen sich die Kosten ohne Sicherheitsverlust reduzieren?

Wohnung vor Beginn vollständig räumen

Eine leere Wohnung reduziert Schutz-, Räum- und Zwischenarbeiten.

Alle Entscheidungen vor Arbeitsbeginn treffen

Nachträgliche Änderungen gehören zu den häufigsten Kostentreibern.

Vor Beginn sollten feststehen:

  • Möblierung,
  • Küche,
  • Beleuchtung,
  • Netzwerk,
  • Rollläden,
  • Großverbraucher,
  • Schalterprogramm.

Solides Standardschalterprogramm wählen

Hochwertige Designprogramme können den Materialpreis deutlich erhöhen. Ein bewährtes Standardprogramm kann technisch ebenso funktional und langlebig sein.

Leitungswege gemeinsam planen

Strom-, Netzwerk- und Steuerleitungen können koordiniert geplant werden. Dadurch lassen sich doppelte Bauarbeiten vermeiden.

Gewerke aufeinander abstimmen

Elektriker, Trockenbauer, Putzer, Maler, Bodenleger und Küchenbauer sollten in der richtigen Reihenfolge arbeiten.

Zukunftsreserven gezielt statt pauschal einplanen

Nicht jeder Raum benötigt maximale Ausstattung. Sinnvoll sind Reserven dort, wo spätere Änderungen wahrscheinlich sind:

  • Küche,
  • Homeoffice,
  • Medienbereich,
  • Hauswirtschaftsraum,
  • Garage,
  • Technikraum.

Eigenleistungen nur nach schriftlicher Abstimmung

Vorbereitende Bauleistungen können im Einzelfall selbst übernommen werden. Dazu können beispielsweise abgestimmte Räum-, Schutz- oder einfache Abbrucharbeiten gehören.

Das eigenmächtige Herstellen von Schlitzen oder Verlegen von Leitungen kann problematisch sein, wenn:

  • Installationszonen nicht eingehalten werden,
  • Schlitze zu tief ausgeführt werden,
  • tragende Bauteile beschädigt werden,
  • falsche Leitungen verwendet werden,
  • Leitungswege später nicht prüfbar sind,
  • der Fachbetrieb die Ausführung nicht übernehmen kann.

Errichtung, Änderung, Anschluss, Prüfung und Inbetriebnahme elektrischer Anlagen gehören in die Hände eines entsprechend qualifizierten und berechtigten Installationsunternehmens.

Häufige Fehler bei der Kalkulation

Fehler 1: Netto- und Bruttopreise vergleichen

Ein Nettopreis von 10.000 Euro entspricht bei 19 Prozent Umsatzsteuer einem Bruttopreis von 11.900 Euro.

Privatkunden sollten deshalb nur Bruttopreise miteinander vergleichen.

Fehler 2: „Komplett“ nicht definieren

Ein Angebot kann als Komplettinstallation bezeichnet werden, obwohl Zähleranlage, Steigleitung, Wandarbeiten oder Dokumentation fehlen.

Fehler 3: Nur den Quadratmeterpreis betrachten

Die Zahl der Installationspunkte und Stromkreise ist häufig wichtiger als die Fläche.

Fehler 4: Zählerschrank und Zuleitung ignorieren

Die neue Wohnungsinstallation kann technisch nicht sinnvoll betrieben werden, wenn die vorgelagerte Anlage ungeeignet ist.

Fehler 5: Sichtbare Schalter austauschen und von einer Sanierung sprechen

Neue Abdeckungen sagen nichts über Leitungen, Schutzleiter, Klemmstellen und Schutzmaßnahmen aus.

Fehler 6: Zu wenige Steckdosen einplanen

Eine knapp geplante Ausstattung führt später zu Verlängerungsleitungen, Mehrfachsteckdosen und teuren Nachinstallationen.

Fehler 7: Küche erst nach der Elektroinstallation planen

Die Positionen und Leistungen der Küchengeräte müssen vor der Rohinstallation bekannt sein.

Fehler 8: Netzwerkverkabelung vergessen

Datenleitungen lassen sich während einer Sanierung meist wesentlich einfacher integrieren als nach Fertigstellung der Wände.

Fehler 9: Schließen der Wände voraussetzen

Technisch geschlossen, verputzt, tapezierfertig und gestrichen sind unterschiedliche Leistungen.

Fehler 10: Keine Reserven vorsehen

Eine vollständig belegte Unterverteilung erschwert spätere Erweiterungen.

Fehler 11: Auf Prüfung und Dokumentation verzichten

Nach Fertigstellung einer neuen oder wesentlich geänderten Anlage sind Besichtigung, Erprobung und Messung erforderlich. Die Ergebnisse gehören in einen Prüfbericht.

Fehler 12: Das billigste Angebot ungeprüft beauftragen

Ein niedriger Preis kann auf weniger Anschlüssen, weniger Stromkreisen, einfacherem Material oder fehlenden Leistungen beruhen.

Fehler 13: Großverbraucher erst später erwähnen

Durchlauferhitzer, Kochfeld, Wallbox, Wärmepumpe und Klimaanlage können Zuleitung, Absicherung und Zähleranlage erheblich beeinflussen.

Fehler 14: Arbeiten während des laufenden Wohnbetriebs unterschätzen

Bewohnte Wohnungen erfordern regelmäßig mehr Schutz, Koordination und Bauabschnitte.

Fehler 15: Eigenmächtig Abdeckungen öffnen

Für Fotos oder eine Preisabfrage dürfen keine plombierten oder möglicherweise spannungsführenden Bereiche geöffnet werden.

Warnzeichen: Wann sollte die Elektroanlage kurzfristig geprüft werden?

Eine zeitnahe fachliche Prüfung ist besonders wichtig, wenn:

  • Schmorgeruch wahrnehmbar ist,
  • Steckdosen oder Schalter ungewöhnlich warm werden,
  • Verfärbungen sichtbar sind,
  • Knistern oder Funken auftreten,
  • Sicherungen wiederholt auslösen,
  • ein FI-Schalter nicht eingeschaltet bleibt,
  • Gerätegehäuse elektrisierend wirken,
  • Leitungen sichtbar beschädigt sind,
  • Feuchtigkeit in elektrische Bauteile eingedrungen ist,
  • die gesamte Wohnung nur über sehr wenige Sicherungen versorgt wird.

Bei Rauchentwicklung oder akuter Brandgefahr ist der betroffene Bereich nicht weiter zu benutzen. Bei einem Brand oder unmittelbarer Gefahr ist die Feuerwehr unter 112 zu verständigen.

Kann die Elektrosanierung steuerlich berücksichtigt werden?

Für Handwerkerleistungen in einem selbst genutzten Haushalt kann unter den gesetzlichen Voraussetzungen eine Steuerermäßigung nach § 35a EStG möglich sein.

Nach der im August 2026 geltenden Rechtslage können grundsätzlich:

  • 20 Prozent der begünstigten Aufwendungen,
  • höchstens 1.200 Euro pro Haushalt und Jahr

von der tariflichen Einkommensteuer abgezogen werden.

Begünstigt sind insbesondere die gesondert ausgewiesenen Arbeitskosten. Materialkosten sind grundsätzlich nicht begünstigt.

Voraussetzungen sind unter anderem:

  • ordnungsgemäße Rechnung,
  • getrennte Ausweisung der begünstigten Kosten,
  • unbare Zahlung auf das Konto des Leistungserbringers,
  • Nutzung im eigenen Haushalt,
  • keine unzulässige Doppelförderung.

Bei vermieteten Immobilien können andere steuerliche Regeln gelten. Eine individuelle steuerliche Beratung ist bei größeren Sanierungsmaßnahmen empfehlenswert.

Kurz zusammengefasst

  • Eine vollständige Elektrosanierung im Altbau kostet deutschlandweit häufig etwa 80 bis 150 Euro brutto pro Quadratmeter.
  • Für eine zeitgemäße Elektroinstallation in einem Berliner Altbau ist ein vorsichtiger Planungsrahmen von etwa 100 bis 180 Euro pro Quadratmeter sinnvoll.
  • Bei erhöhtem Aufwand oder gehobener Ausstattung können 150 bis 220 Euro pro Quadratmeter oder mehr entstehen.
  • Umfangreiche Smart-Home- oder Bussysteme können 180 bis 300 Euro pro Quadratmeter und darüber kosten.
  • Der Quadratmeterpreis ist eine Budgethilfe, aber kein verbindlicher Einheitspreis.
  • Eine komplette Wohnungsinstallation umfasst nicht automatisch den zentralen Zählerschrank oder die Steigleitung.
  • Putz-, Maler- und Fliesenarbeiten müssen ausdrücklich vereinbart werden.
  • Die Anzahl der Anschlüsse und Stromkreise beeinflusst den Preis stärker als die Fläche allein.
  • Eine leer stehende und vollständig geplante Wohnung lässt sich wirtschaftlicher sanieren.
  • Küche, Netzwerk, Wallbox, Wärmepumpe und zukünftige Erweiterungen sollten früh berücksichtigt werden.
  • Angebote sind nur vergleichbar, wenn sie denselben Leistungsumfang enthalten.
  • Prüfung, Beschriftung und Dokumentation gehören zu einer fachgerecht fertiggestellten Anlage.

FAQ: Was kostet eine komplette Elektroinstallation im Altbau pro Quadratmeter?

Was kostet eine komplette Elektroinstallation in einer 50-m²-Altbauwohnung?

Bei einem Planungswert von 100 bis 180 Euro pro Quadratmeter ergeben sich etwa 5.000 bis 9.000 Euro brutto. Bei erhöhtem Altbauaufwand können auch ungefähr 7.500 bis 11.000 Euro entstehen.

Zähleranlage, Steigleitung und vollständige Oberflächenarbeiten können zusätzlich zu kalkulieren sein.

Was kostet die Elektrik in einer 60-m²-Wohnung?

Für eine vollständige und zeitgemäße Installation sind ungefähr 6.000 bis 10.800 Euro brutto ein sinnvoller erster Planungsbereich.

Was kostet eine komplette Elektroinstallation bei 80 Quadratmetern?

Für 80 Quadratmeter ergibt sich ein Orientierungswert von ungefähr 8.000 bis 14.400 Euro brutto. Bei erhöhtem Aufwand sind etwa 12.000 bis 17.600 Euro möglich.

Was kostet die neue Elektrik in einer 100-m²-Altbauwohnung?

Eine vollständige Installation im zeitgemäßen Standard kann ungefähr 10.000 bis 18.000 Euro brutto kosten. Bei schwierigen Leitungswegen oder gehobener Ausstattung kann der Preis auf etwa 15.000 bis 22.000 Euro oder mehr steigen.

Was kostet die Elektroinstallation in einem 120-m²-Altbauhaus?

Die reine Flächenrechnung ergibt ungefähr 12.000 bis 21.600 Euro brutto. Werden Keller, Garage, Außenanlagen, Zählerschrank oder zukünftige Großverbraucher berücksichtigt, kann der Gesamtpreis höher ausfallen.

Was kostet die komplette Elektroinstallation eines 150-m²-Hauses?

Für eine zeitgemäße Installation können ungefähr 15.000 bis 27.000 Euro brutto angesetzt werden. Bei erhöhtem Aufwand sind etwa 22.500 bis 33.000 Euro oder mehr möglich.

Sind 80 Euro pro Quadratmeter realistisch?

Ja, unter günstigen Bedingungen kann dieser Preis erreichbar sein. Dafür sollten die Räume leer, die Leitungswege einfach und die Ausstattung überschaubar sein. Außerdem dürfen keine umfangreichen Arbeiten an Zähleranlage, Steigleitung oder Oberflächen erforderlich sein.

Sind 100 Euro pro Quadratmeter realistisch?

Ja. 100 Euro pro Quadratmeter liegen innerhalb des üblichen Orientierungsbereichs. In einem schwierigen Berliner Altbau mit vielen Anschlüssen kann dieser Wert jedoch zu niedrig sein.

Sind 150 Euro pro Quadratmeter zu teuer?

Nein. 150 Euro pro Quadratmeter liegen bei einer vollständigen Altbauinstallation noch in einem plausiblen Bereich, sofern Leitungen, Unterverteilung, Schutztechnik, Schalter, Steckdosen, Prüfung und Dokumentation enthalten sind.

Warum kostet ein Angebot mehr als 200 Euro pro Quadratmeter?

Mögliche Gründe sind schwierige Leitungswege, hochwertige Ausstattung, bewohnte Räume, Smart Home, Netzwerkverkabelung, historische Oberflächen, Brandschutz oder zusätzliche Gebäudetechnik.

Ist der Sicherungskasten im Quadratmeterpreis enthalten?

Eine neue Wohnungsunterverteilung sollte bei einer vollständigen Wohnungsinstallation ausdrücklich beschrieben sein. Sie ist jedoch nicht automatisch in jedem pauschalen Quadratmeterpreis enthalten.

Ist der Zählerschrank im Preis enthalten?

In der Regel nicht. Der zentrale Zählerschrank des Gebäudes ist von der Wohnungsunterverteilung zu unterscheiden und muss gesondert geprüft werden.

Ist die Steigleitung enthalten?

Normalerweise nicht. Steigleitungen gehören zum Gebäudebereich und betreffen in einem Mehrfamilienhaus häufig mehrere Wohnungen.

Sind Schlitze und Putzarbeiten enthalten?

Das hängt vom Angebot ab. Die Herstellung der Leitungswege kann enthalten sein, während das vollständige Verputzen, Tapezieren und Streichen regelmäßig gesondert beauftragt wird.

Sind Schalter und Steckdosen im Preis enthalten?

Bei einer vollständigen Installation üblicherweise ja. Anzahl, Hersteller und Schalterprogramm müssen jedoch festgelegt werden.

Sind Leuchten im Quadratmeterpreis enthalten?

Meist sind nur die Leitungen und Lichtauslässe enthalten. Die Leuchten selbst und deren Montage müssen ausdrücklich vereinbart werden.

Muss bei einem Altbau immer alles erneuert werden?

Nein. Der Zustand der Anlage muss fachlich geprüft werden. In manchen Fällen reicht eine Teilmodernisierung. Bei Sicherheitsmängeln, ungeeigneten Leitungen oder umfassenden Umbauten kann eine vollständige Erneuerung sinnvoll oder erforderlich sein.

Können alte Leitungen teilweise weiterverwendet werden?

Das kann möglich sein, wenn die Leitungen sicher, prüfbar, ausreichend dimensioniert und mit der neuen Anlage vereinbar sind. Die Entscheidung darf nicht allein nach dem äußeren Erscheinungsbild getroffen werden.

Kann eine Wohnung raumweise saniert werden?

Eine abschnittsweise Sanierung kann technisch möglich sein. Dabei müssen jedoch die Unterverteilung, Schutzmaßnahmen und Übergänge zwischen alten und neuen Anlagenteilen berücksichtigt werden.

Mehrere getrennte Bauabschnitte können insgesamt teurer sein als eine koordinierte Komplettsanierung.

Kann die Wohnung während der Elektrosanierung bewohnt bleiben?

Grundsätzlich kann eine abschnittsweise Ausführung möglich sein. Sie verursacht jedoch häufig mehr Aufwand, Staubschutz, Zwischenlösungen und Terminabstimmungen.

Eine leer stehende Wohnung ist für eine vollständige Sanierung meist günstiger.

Wie lange dauert eine vollständige Elektroinstallation?

Je nach Wohnfläche, Teamstärke, Leitungswegen und Ausstattungsumfang kann die reine Elektroarbeit mehrere Arbeitstage bis mehrere Wochen dauern.

Putz-, Trocknungs-, Maler- und Bodenarbeiten verlängern den gesamten Bauablauf.

Wie viele Steckdosen sollte eine Wohnung erhalten?

Eine pauschale Zahl ist nicht sinnvoll. Die Ausstattung sollte raumweise nach Nutzung und möglichst anhand eines anerkannten Ausstattungsstandards geplant werden.

Besonders in Küche, Homeoffice, Wohnbereich und Schlafzimmer werden häufig mehr Anschlüsse benötigt als in älteren Wohnungen vorhanden sind.

Darf der Eigentümer Leitungen selbst verlegen?

Elektrische Installationsarbeiten sollten nicht eigenmächtig ausgeführt werden. Umfang und mögliche vorbereitende Eigenleistungen müssen vorab mit dem verantwortlichen Installationsunternehmen abgestimmt werden.

Der Fachbetrieb muss die Anlage fachgerecht errichten, prüfen und verantworten können.

Sind Netzwerkanschlüsse enthalten?

Nur wenn sie ausdrücklich vereinbart wurden. Datenleitungen, Netzwerkdosen, Patchpanel, Verteiler und Messung sind eigenständige Leistungen.

Ist Smart Home im Quadratmeterpreis enthalten?

Bei einem gewöhnlichen Standardpreis nicht. Planung, Aktoren, Sensoren, Steuerzentralen, Bussysteme und Programmierung müssen gesondert kalkuliert werden.

Gelten für Gewerberäume dieselben Preise?

Nicht zwingend. Bei Gewerbeobjekten sind Arbeitsplätze, Beleuchtung, Datenverkabelung, Maschinen, Dauerlasten, Brandschutz und Dokumentationsanforderungen maßgeblich.

Sind Handwerkerkosten steuerlich absetzbar?

Bei einem selbst genutzten Haushalt können nach der im August 2026 geltenden Rechtslage grundsätzlich 20 Prozent der begünstigten Handwerkeraufwendungen, höchstens 1.200 Euro jährlich, von der tariflichen Einkommensteuer abgezogen werden. Die gesetzlichen Voraussetzungen müssen erfüllt sein.

Was kostet eine komplette Elektroinstallation im Altbau pro Quadratmeter?

Was kostet eine komplette Elektroinstallation im Altbau pro Quadratmeter? Als bundesweiter Orientierungswert sind etwa 80 bis 150 Euro brutto pro Quadratmeter belastbar.

Für einen Berliner Altbau empfiehlt sich eine vorsichtigere Budgetplanung von ungefähr 100 bis 180 Euro pro Quadratmeter. Bei schwieriger Bausubstanz, bewohnten Räumen, gehobener Ausstattung oder zusätzlicher Gebäude- und Netzwerktechnik können 150 bis 220 Euro pro Quadratmeter oder mehr entstehen.

Entscheidend sind nicht nur die Quadratmeter, sondern vor allem:

  • Zahl der Installationspunkte,
  • Zahl und Aufteilung der Stromkreise,
  • vorhandene Leitungen,
  • Unterverteilung und Schutztechnik,
  • Zählerschrank und Zuleitung,
  • bauliche Leitungswege,
  • gewünschter Ausstattungsstandard,
  • Prüfung und Dokumentation,
  • eindeutig geregelte Nebenarbeiten.

Ein belastbarer Preis entsteht deshalb in drei Schritten:

  1. bestehende Anlage fachlich prüfen,
  2. Ausstattung raumweise festlegen,
  3. ein detailliertes und vergleichbares Angebot erstellen lassen.
i.noack

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